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Vortrag von Kathrin Rieder, Honig und Propolis als Hausmittel
Wir wissen um die heilsamen Qualitäten, welche rund um das Bienenvolk verborgen sind. Doch wir haben diese Schätze in unserm Haushalt und in unserem Alltag wenig präsent. Deshalb haben wir zu unserem diesjährigen Honighock Frau Kathrin Rieder eingeladen. Sie ist Präsidentin des Bienenzüchterverein Hinterthal aus dem Kantonal-Solothurnischer Bienenzüchter-Verband. Sie amtet zudem als Beraterin und Inspektorin
Die Referentin ist schon lange als Fachfrau für Apitherapie bekannt. Sie arbeitet im Spital und hat auch auf dieser Ebene Erfahrungen mit Honig und Propolis. Für uns wichtig ist gerade ihre Erfahrung auf verschiedenen Ebenen, als Hausfrau und Imkerin. Sie kann uns den alltäglichen Einsatz von Bienenprodukten näher bringen und dazu beitragen, dass in unserer Hausapotheke zuvorderst mal Honig und Propolis steht.
Dieser Abend ist interessant für die Imker, aber auch für Imkerfrauen und weitere Interessenten. Sie alle sind herzlich willkommen.

                                            

Aktuell am Bienenstand
Die gute Stimmung erhalten und rasch reagieren! Wir hatten einen wunderbaren Frühling, mit Trachtverhältnissen, wo in jedem  Bienenstand mit Bienen drin, ein paar Kessel Honig möglich wurden. Zudem war auch der Schwarmtrieb so, dass die Vermehrung kein Problem war, die Königinnen hatten bei diesem schönen Wetter hervorragende Begattungsverhältnisse. Sogar um die Sauerbrut in unseren landschaftlichen Nachbarbezirken ist es etwas ruhiger geworden. Die frühe starke Volksentwicklung hat aber ihren Preis: Mit einer frühen und anhaltend guter Brutentwicklung fand auch die Varroamilbe ideale Bedingungen. Bei meinen regelmässigen Milbenzählungen hatte ich schon Mitte Juni vereinzelt Völker mit alarmierenden Werten von 20 bis 50 natürlicher Varroatotenfall pro Tag. Ich musste deshalb einzelne Völker abräumen und vorausbehandeln. Wer keine Beobachtung des Milbenfalles macht, dem sei geraten, jetzt sofort abzuräumen und zu behandeln. In alten Beratungsschriften in der Laufentaler Bienenzeitung steht dieser Satz für Anfang August. Jetzt steht er für Mitte Juli.
Sobald wie möglich abräumen, Flugloch verkleinern, eine kurze Futtergabe geben und behandeln, das alles möglichst innert 2 Tagen. Wenn es beim Behandeln um eine rasche Wirkung geht, dann ist die Ameisensäure angesagt, Thymol wirkt zu langsam.
Ihr werdet nun fragen: „Und wenn es noch Tracht hat?“  Es hat in der Tat je nach Region noch etwas Tannentracht. In dieser Situation ist es nicht einfach zu entscheiden. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass mit jedem Zuwarten die Wahrscheinlichkeit zunimmt, dass die Winterbienen geschädigt werden. Wer genug Jungvölker in Reserve hat, kann bewusst das Risiko von Volksverlusten in Kauf nehmen. Es ist auch denkbar, nach einer Behandlung nochmals aufzusetzen.
Bei einer so frühen Varroabekämpfung ist es aber auch sinnvoll, die zweite Behandlung Anfangs bis Mitte September fest einzuplanen. So kann man auch der Oxalsäure Behandlung im November locker entgegenblicken und muss nicht Sorgen haben, dass da plötzlich keine Bienen mehr im Kasten sind.
Euer Bienenzuchtberater
Martin Dettli


                                      


Bienenzüchterverein Arlesheim zu Besuch
Wir begrüssen am Samstag, 17. September 2011 ab 10.00 Uhr die Imkerkolleginnen und –Kollegen des Nachbarbienenzüchtervereins Arlesheim auf unserem Vereinsstand. Eine entsprechende Anfrage haben wir gerne positiv beantwortet.
Wir freuen uns auf den Kontakt und den  Austausch unter den Imkern beider Vereine. Wir hoffen daher, auch viele unserer Vereinsmitglieder auf dem Vereinsstand anzutreffen.  Ab 12.00 Uhr gibt es ein gemeinsames Mittagessen zum Selbstkostenpreis.

                                      

Bienenfleiss - honigsüss
Bienen bevölkern das Ortsmuseum Lausen. Das ist keineswegs im übertragenen Sinne gemeint: Die Museumskommission hat neben Honig, Waben und Bienenwachs nämlich auch ein echtes Bieenvolk im Museum angesiedelt. Die Ausstellung dauert bis zum 4. September 2011 und ist jeden ersten Sonntag im Monat von 10.30 bis 12.00 und 13.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Geeignet für Bieneninteressierte. 

                                         

Bienensterben wegen Handy
Seit Jahren rätseln Imker in aller Welt über das mysteriöse Bienensterben. Jetzt könnte ein Schweizer Forscher die Lösung gefunden haben: Schuld seien unsere Handys. Daniel Favre, ehemaliger Biologe an der ETH Lausanne, führte 83-mal dasselbe Experiment durch. Auf je zwei Bienenstöcken platzierte er ein Mobiltelefon. War eine Verbindung hergestellt, steigerte sich das Summen der gestressten Bienen innert einer halben Stunde um das Neunfache – von 450 auf über 4‘000 Hertz. Wie Favre in der Zeitung „Le Matin“ erklärt, sei dies ein Zeichen, dass die Bienen von der Handy-Telefonie massiv gestört werden. Dies sei auch ein Grund, weshalb die Bienen viele Stöcke verlassen. (aus 20minuten)  
                                        

Imkerhock vom Mittwoch, 23. November 2011, 20.15 Uhr
Jungvölker einfach bilden,
Weiterbildung und Austausch mit Martin Dettli
Die Jungvolkbildung ist im Zusammenhang mit Völkerverlusten das Rückgrat der kontinuierlichen Imkerei. Doch für die Jungvolkbildung braucht es auch eine spezielle Ausrüstung und ein paar Tricks. Beides wollen wir zeigen und zwar gemeinsam. Diejenigen, welche einen Jungvolkkasten haben,  nehmen diesen mit und zeigen ihn. So kann sich jede Imkerin und jeder Imker ein Bild machen, was es gibt und was interessant ist. Ziel ist es, dass die eine oder der andere dazu angeregt wird, sich eine gezielte Jungvolkbildung für die nächste Saison vorzunehmen.

                                        

Bienenfleiss - honigsüss
Bienen bevölkern das Ortsmuseum Lausen. Das ist keineswegs im übertragenen Sinne gemeint: Die Museumskommission hat neben Honig, Waben und Bienenwachs nämlich auch ein echtes Bieenvolk im Museum angesiedelt. Die Ausstellung dauert bis zum 4. September 2011 und ist jeden ersten Sonntag im Monat von 10.30 bis 12.00 und 13.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Geeignet für Bieneninteressierte. 



Bienenzüchterverein Arlesheim zu Besuch
Wir begrüssen am Samstag, 17. September 2011 ab 10.00 Uhr die Imkerkolleginnen und –Kollegen des Nachbarbienenzüchtervereins Arlesheim auf unserem Vereinsstand. Eine entsprechende Anfrage haben wir gerne positiv beantwortet.
Wir freuen uns auf den Kontakt und den  Austausch unter den Imkern beider Vereine. Wir hoffen daher, auch viele unserer Vereinsmitglieder auf dem Vereinsstand anzutreffen.  Ab 12.00 Uhr gibt es ein gemeinsames Mittagessen zum Selbstkostenpreis.
Aus Organisationsgründen bitten wir um eine Anmeldung bis zum 12. September. Diese kann mit dem Anmeldetalon in dieser Vereinszeitung, telefonisch oder per Mail an Erwin Borer erfolgen.

                                   

Bienensterben wegen Handy
Seit Jahren rätseln Imker in aller Welt über das mysteriöse Bienensterben. Jetzt könnte ein Schweizer Forscher die Lösung gefunden haben: Schuld seien unsere Handys. Daniel Favre, ehemaliger Biologe an der ETH Lausanne, führte 83-mal dasselbe Experiment durch. Auf je zwei Bienenstöcken platzierte er ein Mobiltelefon. War eine Verbindung hergestellt, steigerte sich das Summen der gestressten Bienen innert einer halben Stunde um das Neunfache – von 450 auf über 4‘000 Hertz. Wie Favre in der Zeitung „Le Matin“ erklärt, sei dies ein Zeichen, dass die Bienen von der Handy-Telefonie massiv gestört werden. Dies sei auch ein Grund, weshalb die Bienen viele Stöcke verlassen.
(aus 20minuten)  

                                       

 
Die Sauerbrut
Diese Krankheit bedroht weiterhin unsere Völker. Auch in unserem Kantonsgebiet sind Sauerbrutfälle aufgetreten, in den letzten Tagen in Therwil. Aufwändige Behandlungsmassnahmen müssen durchgeführt werden. Damit Ihr Bienenstand besser gewappnet ist, müssen folgende Punkte beachtet werden:
nur starke und vitale Bienenvölkerkein
kein Zukauf von Occasions-Gerätenkein  unkein fremder Zukauf von Bienen
bei Unsicherheit Bieneninspektor rufen
Eigenverantwortung
stetige Brutkontrolle
frühes Erkennenrasches Handeln
gute Hygiene
fortschrittliche Betriebsweise 
Euer Bieneninspektor: Walter Erbsmehl

 
                       

Viel Honig 
Das anhaltend schöne Wetter machte es möglich und trotz der Trockenheit sind grosse Mengen an Honig eingebracht worden. Das erstaunt doch ziemlich: 
Die grössten Einträge wurden nicht in den Rapsgebieten verzeichnet,  sondern in den Hügeln. Der Bergahorn hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Zusammen mit der üppigen Blüte ist auch ein Fluss durch die Ahornläuse zustande gekommen. Diese Läuse überwintern schon in der Blüte und kommen mit dieser heraus. Die Kombination von Blüte und Laus macht es möglich, dass auch über mehrere Tage Einträge von 4 kg pro Tag hereingeschleppt werden.
Für die bestentwickelten Völker im Schweizerkasten heisst dies, dass schon bald geschleudert werden muss, weil die Kästen einfach voll sind. Der Honigtau aus der Blütenregion ist aber nicht dunkel, es hat sich bis jetzt ausschliesslich um hellen Honig gehandelt. Schön dass wir auch wiedermal mit vollen Honigräumen bedacht wurden, das wiegt die Sorgen auf. 
Übrigens, wer gerne Infos im Internet aufschnüffelt, der kann an verschiedenen Orten der Schweiz die Daten von Waagvölkern noch am selben Abend anschauen. Bei uns ist es ein Volk von unserem Präsident Erwin, bei dem man jeden Tag nachsehen kann was läuft:
www.bienen.ch Waagvölker anklicken.
Es ist Sauerbrut bei Therwil/Reinach aufgetaucht, doch es ist nicht nötig sich Sorgen zu machen. Statt Sorgen gilt es zu handeln: jeden Monat einmal eine Brutwabe pro Volk gut anschauen und die Brut auf Gesundheit zu kontrollieren, Jungvölker bilden um allfällige Verlusten zuvorzukommen, und vorallem keine Völker oder Bienenmaterial ausserhalb des Vereinsgebietes zukaufen. Im Zweifelsfalle und bei Unsicherheiten rund um die Sauerbrut den Bienen-Inspektor, Walter Erbsmehl, anfragen. 
Euer Berater
Martin Dettli


                                                

 
Vereinsjahr  2010

Die Schweiz erlebte wie bereits im Vorjahr einen kalten Januar. Unsere Bienen waren ruhig an der Wintertraube und konnten nie ausfliegen. Erst ab Mitte Februar konnten die Bienen kurze Reinigungsflüge machen. Nach einem erneuten Kälteeinbruch konnten die Bienen richtige Reinigungsflüge machen und schöne Pollen sammeln von Haseln, Schneeglöcklein und Krokussen. Im Schweizerdurchschnitt flogen jedoch ca. 35 % weniger Bienen als im Vorjahr. Viele tote Bienenvölker gab es leider auch in unserem Vereinsgebiet.

Unser Vereinsbetrieb begann mit der GV vom 10. März 2010, welche erfreulich gut besucht war. Am Sonntag, 6. Juni, führten alle 6 Vereine des Verbandes ein „Kantonaler Tag der Biene“ durch. Wir organisierten einen Tag der offenen Tür auf dem Vereinsbienenstand. Ich hätte gerne etwas mehr Mitglieder begrüsst. 

Die Sauerbrut ist ein Thema. Wir sind davon glücklicherweise noch verschont. Bitte beachtet die Ratschläge unseres Bieneninspektors und unseres Beraters

Die Zusammenarbeit der beiden Vereine Laufental und Thierstein hat auch dieses Jahr bestens geklappt. Die Teilnahme der Mitglieder ist unterschiedlich. Ich freue mich jedesmal, wenn viele Mitglieder unser Angebot nutzen. Ein Gedankenaustausch unter Imkern ist sehr wichtig und wird immer wichtiger. 

 Ich danke allen, die für den erfolgreichen Verlauf unseres Vereins beigetragen haben, vorallem meiner Kollegin und meinen Kollegen vom Vorstand. Ich danke aber auch den freiwilligen Helfern am Tag der offenen Tür. Einen weiteren Dank richte ich an den Präsidenten des Thiersteiner-Vereins, Kollege Othmar Altermatt. Er hat auch die wunderbare Vereinsreise vom 19. Juni 2010 organisiert.

Ich wünsche uns allen ein gutes, gesundes 2011

Euer Erwin Borer


Der Bieneninspektor berichtet:

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen

Im 2010 wurden im Kanton Basel-Landschaft 11 Sauerbrut-Infektionen festgestellt. Bei den diversen Standbesuchen bei uns im Laufental bemerkte ich keine Brutkrankheiten. Zwei Kollegen haben  

mir ihren Verdacht auf Brutkrankheit gemeldet, was sich jedoch bei genauer Brutkontrolle glücklicherweise nicht bestätigt hat. 

Das Formular "Bestandeskontrolle der Bienenvölker" wird leider noch nicht überall nachgeführt. Ich rufe daher nochmals in Erinnerung, dass es Pflicht jedes Imkers ist, dieses Formular auszufüllen und drei Jahre aufzubewahren. (Tierseuchenverordnung vom 27. Juni 1995; TSV, SR 916.401) . Das neue Formular für 2011 liegt bei. Zudem erhält jeder Imker ein weiteres Formular mit der Bitte, dies auszufüllen und an mich zu retournieren. Es geht dabei um die Erfassung der eingewinterten und der ausgewinterten Völker, resp. um den Kahlflug. Die vom Kanton für die Abschlussbehandlung für die Varroa gratis zur Verfügung gestellte Oxalsäure wurde leider nur mässig genutzt.

Nun wünsche ich allen ein seuchenfreies und erfolgreiches Bienenjahr 2011.


Jahresbericht des Beraters und Kursleiters 2010

Der 6. Juni 2010 war als kantonaler Tag der Biene ausgeschrieben. Die Idee, in den sechs Vereinen des Kantons das Bienenhaus zu öffnen, war sehr gut. Aus beraterischer Sicht waren an diesem Tag die vielen interessierten Menschen ein Erlebnis. Ich habe vier Ansätze zu einer Führung ausgeschrieben und das Interesse war da, viele wollten etwas über Bienen erfahren, die Führungen zogen sich über eine Stunde. Das ging soweit, dass sich auch die einen oder andern für einen imkerlichen Grundkurs interessierten.

Der Austausch am Varroahock war regnerisch, aber allein von der Präsenz der Imkerinnen und Imker her ein Erlebnis. Die improvisierte Festhütte bei Pius mit sechs Festgarnituren untern dem Dach war übervoll. Dies auch weil die Kursteilnehmer von Pius mit dabei waren. Dank dieser Improvisationsgabe von Pius war zusammen mit der Bewirtung eine Feststimmung möglich, es wurde viel ausgetauscht und Pius und ich boten auch einzelne Informationsblöcke.

Der Apero, was als Augustevent Hitze verspricht, war trüb und nass. Die zahlreich erschienen Laufentaler haben innerhalb des Bienenhauses diskutiert. Ich habe dabei die Sauerbrut als Thema angesprochen.

Im Novemberhock habe ich einen Vortrag über Sauerbrut gehalten. Dabei steht für mich im Vordergrund, dass die Imker es in der Hand haben, die Sauerbrutübertragung selber zu minimieren. Denn die meisten Übertragungen passieren innerhalb des Standes mit infizierten Waben von einem angesteckten Volk. Deshalb gilt es präventiv möglichst wenig Material zwischen den Völkern zu verschieben und auch Vorratswaben möglichst den Ursprungsvölkern zurückzugeben. Es wurden auch noch mehr Aspekte besprochen, bei einer guten Beteiligung.

Werbung Imkerkurs. Im November hatten wir noch kaum Anmeldungen für den Grundkurs 2010/2011. Daher habe ich einen redaktionellen Text über Bienen fürs Wochenblatt geschrieben und Erwin hat ein Inserat aufgegeben, mit gutem Erfolg. Die Hälfte des kommenden Grundkurses sind Laufentaler. 

Euer Berater Martin Dettli



Sauerbrutfälle
Folgende befallende Stände sind bekannt:
Diegten, 2 Bienenstände, Reinach, Rickenbach, Kienberg, SO und erst kürzlich in Zeglingen
Der Imker von Rickenbach kaufte gebrauchte Bienenkästen und verschleppte wahrscheinlich so die Krankheit nach Rickenbach.
Im Zweifelsfalle mit unserem Bieneninspektor Walter Erbsmehl Kontakt aufnehmen.
Aufruf: Bitte keine Völker, Schwärme oder Gerätschaften ausserhalb des Verbandsgebietes
kaufen!

                                                    
Kein Streptomycin
Dank der Witterung und der Risikobereitschaft der Obstproduzenten kommt auch 2009 im Kanton BL kein Streptomycin zur Bekämpfung des Feuerbrandes zum Einsatz. (In Gegensatz zu den Kantonen AG, TG, LU und ZH wurde im Kanton BL der Einsatz nicht freigegeben)
Somit entfällt auch das ganze Prozedere betr. Honiganalysen auf Streptomycinspuren. Darüber sind wir doch froh!


Aktuell am Bienenstand: „Nichts mit Tannenhonig, kein Warten!“
Dieses Jahr hat es kaum Waldhonig gegeben. Der Frühling war zu schön für die Entwicklung der Läuse. Diese sind auch auf der Tanne nicht zu sehen und ebenso wenig ihre Tropfen unter den Tannen. Diese Feststellungen machte ich auf den Jurahöhen wie im Gebiet Blauen-Lützeltal.
Was uns nach dem erneuten Ausfall etwas mit Wehmut erfüllt, ist für die Überwinterungsgesundheit der Bienenvölker ein gutes Signal. Denn jetzt können wir sofort abräumen, füttern und behandeln!
Wir wissen ja, um Überwinterungsrisiken zu vermeiden, empfiehlt es sich im Juli abzuräumen und sofort mit der Auffütterung und der Varroabehandlung zu beginnen. Wenn ich mit Abräumen beginne, stehen schon Zuckerwasser, Ameisensäureverdunster und Ameisensäure, allenfalls die Thymolplättchen, bereit. Nach dem Abräumen des letzten Volkes habe ich auch alle Völker auf Weiselrichtigkeit kontrolliert. Das Flugloch mache ich schmal und ich gebe bereits abends eine erste Futtergabe. Die Völker nehmen zu dieser Zeit jede Futtergabe in nur einer Nacht ab. Am nächsten Abend beginne ich mit der Behandlung. Diese rasche Folge könnte man als Winterbienenpflege bezeichnen, denn es entstehen schon ab Juli die ersten Winterbienen und die Winterbienenbrut müssen wir vor den zudringlichen Milben schützen.
Euer Berater, Martin Dettli


Aufruf des Bieneninspektors
In unserem Kanton sind leider auch die ersten Sauerbrutfälle aufgetreten. Es ist nun sehr wichtig, dass jeder Imker wachsam ist und mir jeden Verdacht sofort meldet. Ich komme dann sofort vorbei und entnehme Proben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Bestandeskontrollblatt nachgeführt ist. Jeder Imker hat eine Selbstverantwortung und merkt aus Erfahrung, wenn an den Völker etwas nicht stimmt. Mir als Bieneninspektor ist es schlicht unmöglich, bei jedem Imker alle Völker zu kontrollieren. Aus diesem Grunde bitte ich Euch, die Völker regelmässig zu kontrollieren und mich bei Verdacht auf Krankheit zu benachrichtigen. Ich empfehle zudem jedem, den Artikel über Sauerbrut in der Bienenzeitung 4/2008 nochmals zu lesen. Auch das Merkblatt zur Erkennung der gefährlichen Bienenkrankheiten Faulbrut und Sauerbrut sollte auf dem Bienenstand nicht fehlen.
Euer Bieneninspektor, Walter Erbsmehl


Honigbeurteilung 2009
Am Honighock vom Mittwoch, 4. November 2009 führen wir wie letztes Jahr eine Honigbeurteilung durch. In der Gruppe beurteilen wir den Honig und tragen die Resultate in das vorbereitete Beurteilungsblatt ein. Die Idee dahinter ist, dass wir gemeinsam über die verschiedenen Aspekte der Honigqualität diskutieren. Am Schluss zeichnen wir den Honig aus, der am meisten Zustimmung findet und möglichst keine Mängel aufweist.
Honig mitbringen! Auch wenn es dieses Jahr nicht reichlich Honig gegeben hat, so brauchen wir doch verschiedene Honige, um darüber diskutieren zu können. Bringt Euren Honig (fest oder flüssig) mit. Am besten im normalen Honigglas 500gr, mit dem handelsüblichen Deckel, jedoch ohne Etikette. Ziel ist es, dass die Honige so ähnlich aussehen, damit nicht jeder seinen Honig einfach erkennt. Es ist deshalb ideal, wenn die Muster möglichst neutral sind. Bei den flüssigen Honigmuster bestimmt unser Honigkontrolleur gerne den Wassergehalt.
Euer Vorstand

                                  
Goldene Zukunft für unseren Honig
Das Qualitätssiegel bürgt für eine qualitätsbezogene und dokumentierte Betriebsweise, sowie auch für das Endprodukt. Unser Verein liegt mit „Qualitätssiegel-Imker“ immer noch unter dem schweizerischen Durchschnitt. Wir hoffen daher, dass sich 2009 viele Interessierte beim Honigkontrollchef Informationen einholen und sich für das Qualitätssiegel-Programm anmelden.
Ferdinand Fringeli-Meury, Dorfstr. 27, 4223 Blauen, Tel. 061 761 20 11 


Teilnahme an der Statistikumfrage
Der Zentralvorstand VDRB sucht noch weitere Imker aus unserem Vereinsgebiet, welche bereit sind, an den Umfragen teilzunehmen. Interessierte melden sich bitte bei Erwin Borer


Varroa-Behandlung mit Oxalsäure
Der Kantonstierarzt stellt den Bienenzüchtern gratis Oxalsäure zur Verfügung. Die Bestellung ist beim Bieneninspektor bis zum 16. August 2009 möglich.
Wir raten dringend, im Spätherbst (November/Dezember) bei Brutfreiheit der Bienenvölker, die Behandlung mit Oxalsäure durchzuführen.
Abholen des bestellten Materials:
Walter Erbsmehl, Bieneninspektor, Paradiesreben 2, 4203 Grellingen, Freitag, 30. Oktober 2009, 18.00 bis 20.00 Uhr. Bitte vormerken, es werden keine Einladungen verschickt.

Texte früherer Ausgaben

Rückblick auf GV
An der Generalversammlung haben wir auf das verflossene Vereinsjahr zurückgeschaut aber vorallem das neue gemeinsam geplant. Details können dem Protokoll in dieser Ausgabe entnommen werden. 

Jahresbeitrag 2009
Wir bitten um Bezahlung des Jahresbeitrages gemäss der beiliegenden Rechnung bis zum 30. April 2009. Besten Dank allen, die ihn bereits an der GV entrichtet haben. 

Arbeitstag vom 28. März 2009
Wir sind für einmal auf handwerkliche Unterstützung angewiesen. Ein ebener Platz neben dem Vereinsbienenstand soll entstehen, auf welchen wir bei Anlässen Tische und Stühle stellen können.
Am Samstag, 28. März 2009, beginnen wir um 10.00 Uhr mit der Arbeit. Für die Mittagsverpflegung ist gesorgt. Bitte meldet euch bis zum 25. März 2009 beim Vorstandskollegen und Vereinsbienenstandbetreuer Ferdinand Fringeli. Mit ihm auch bei Fragen einfach Kontakt aufnehmen. Besten Dank.

Züchten in einer Gruppe macht Spass
Völkerverluste werden mit Ablegerbildung und Zukauf ersetzt. Ein guter Ansatz ist auch das Züchten. Unser Angebot zum Züchten in der Gruppe wurde letztes Jahr leider nur wenig genutzt. Wer macht dieses Jahr mit? Bitte in den nächsten Tagen anmelden.
Es bietet sich für alle Imker die gute Gelegenheit, Zuchtköniginnen zu kaufen. Bestellungen bitte in den nächsten Tagen aufgeben.
Wir hoffen, dass viele Mitglieder diese Dienstleistungen unseres Vereins schätzen.
Käthy Zuber-Fink, Nenzlingerweg 17, 4203 Grellingen Tel. 061 741 17 16

Protokoll der 102. Generalversammlung
Mittwoch, 11. Februar 2009, 20.00 Uhr, Cafeteria Sunneschyn, Zwingen
Eingestimmt in die GV wurden wir ab 18.30 Uhr durch ein feines ungarisches Gulasch von Kollege Imre Saling. Es schmeckte köstlich und wir bedanken uns herzlich.
1. Begrüssung
Erwin Borer begrüsst die Anwesenden, im Speziellen Othmar Altermatt vom Bienenzüchterverein Thierstein, Erich Hausammann vom Bienenzüchterverein Dorneck, Ben Reinhardt vom Bienenzüchterverein Arlesheim und Sekretär des Kantonalverbandes, Marcel Strub vom Bienenzüchterverband beider Basel und unser Ehrenmitglied Meinrad Fluri.
Folgende Entschuldigungen sind eingetroffen: René Zumsteg (VDRB Zentralvorstand), Robert Sieber (Redaktor Bienenzeitung), Beat Balzli (Präsident der Dornecker), Ruth Meury (Natur- und Vogelschutzverein), Arnold Barmettler (Präsident des Basler-Vereins), Hermann Ryf (Ehrenmitglied), Peter Sollberger und Markus Zeugin.
Leider ist in diesem Jahr unser Vereinsmitglied Hugo Dobler, Veteran, verstorben. Hugo war seit 1964 im Verein. Wir weilen in Gedanken an den Verstorbenen in kurzer Stille.
2. Protokoll der GV vom 30. Januar 2008
Das Protokoll wird von Rinaldo Stalder verlesen und mit Applaus angenommen.
3. Kassenbericht 2008
Käthi Zuber präsentiert uns den Kassenbericht 2008. Die Jahresrechnung schliesst mit einer Vermögensabnahme von Fr. 547.45. Der Revisoren bezeugen die einwandfrei geführte Rechnung. Anschliessend wird der Bericht einstimmig genehmigt und von Erwin verdankt.
4. Jahresberichte 2008
Die Jahresberichte sind bereits in der letzten Vereinszeitung veröffentlicht worden.
5. Mutationen
Mit Freude und Applaus werden Erich Hausammann (Duggingen), Ester Panscera-Dobler (Zwingen), Thomas Henz und Elisabeth Schneider (Bärschwil) als neue Mitglieder aufgenommen.  Ausgetreten sind Bernhard Bieli (Brislach), Urs Schnell (Wahlen) und Charles Jacquemin (Basel).
Der Mitgliederbestand beträgt 68 Personen, welche 632 Völker der Seuchenkasse gemeldet haben. Das sind 36 Völker mehr als 2007. 14 Mitglieder haben keine Bienen gemeldet.
6. Wahlen
Der Vorstand wird in globo mit einem Applaus wiedergewählt. Ebenso einstimmig werden die beiden Revisoren bestätigt.
7. Budget 2009
Erwin macht darauf aufmerksam, dass unser Mitglieder-Jahresbeitrag seit vielen Jahren Fr. 20.- ist. Bei vielen Bienenzüchtervereinen beträgt dieser Fr. 25.- oder Fr. 30.- . Der Zentralvorstand schiebt immer mehr Kosten auf die Vereine ab. So werden die Berater, Kursleiter und Honigkontrolleure vom VDRB schlechter bezahlt. Dadurch werden die Sektions- und/oder Verbandskassen in Zukunft stärker beansprucht. Es ist zu befürchten, dass wir uns bereits an der nächsten GV über eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge unterhalten müssen. Das Budget wird von Käthi Zuber präsentiert und einstimmig angenommen.
8. Tätigkeitsprogramm 2009
Das genehmigte Tätigkeitsprogramm ist auf der letzten Seite dieser Zeitung abgedruckt. Erwin ermahnt die Mitglieder, an den einzelnen Anlässen vermehrt teilzunehmen. Auch in diesem Jahr wird wieder eine Königinnenzuchtgruppe unter der Leitung von Käthy Zuber angeboten.
9. Diverses
Die Gäste überbringen die Grüsse ihres Vereins, danken für die gute Zusammenarbeit und wünschen dem Verein und ihren Mitgliedern alles Gute.
Erwin bittet wiederum die Anwesenden, den Jahres- und Seuchenkassenbeitrag nach der GV bei Käthy Zuber zu bezahlen. So können wir die hohen Postspesen bei Einzahlungen am Schalter einsparen.
Wie bereits in der Zeitung vom letzten Herbst erwähnt, macht uns Erwin nochmals darauf aufmerksam, dass wir von der Familie des verstorbenen Vereinsmitgliedes, Hugo Dobler (Zwingen), eine Spende erhalten haben.
Mario Miktus fragt nach, ob wir uns den Thiersteinern für eine Sammelbestellung des Futtersirups wieder anschliessen könnten. Dies wird bejaht.
Schluss der GV: 21.10 Uhr
Rinaldo Stalder, Aktuar

Einladung zum Regio-Vortrag 2009:Geheimnisse der solitären Bienen und Wespen
Die erfolgreiche Vortragsreihe des Bienenzüchterverbandes beider Basel wird selbstverständlich im 2009 fortgesetzt. Jedes Jahr nehmen über 200 Personen am Anlass teil, leider immer noch wenige aus unserem Verein. Hoffentlich wird sich dies endlich ändern. Dieser öffentliche Vortrag ist für alle Interessierten offen. Wir freuen uns auf die Äusserungen des Referenten. 

Goldene Zukunft für unseren Honig
Das Qualitätssiegel bürgt für eine qualitätsbezogene und dokumentierte Betriebsweise, sowie auch für das Endprodukt. Wir wiederholen unseren Aufruf, da unser Verein mit „Qualitätssiegel-Imker“ immer noch unter dem schweizerischen Durchschnitt liegt. So hoffen wir, dass sich 2009 viele Interessierte beim Honigkontrollchef Informationen einholen und sich für das Qualitätssiegel-Programm anmelden.
Ferdinand Fringeli-Meury, Honigkontrolle

Vereinsjahr  2008
Die Freigabe des Antibiotikum Streptomycin zur Behandlung des Feuerbrandes an den Kernobstplantagen wurde am Vortag unserer Generalversammlung bekannt. Wir hatten ein ungutes Gefühl, doch mussten wir auf weitere Informationen warten.
Turnusgemäss durften wir im März die Delegiertenversammlung unseres Kantonalverbandes organisieren. Wir hatten dazu das Restaurant Central in Laufen ausgewählt. Als neuer Kantonalpräsident wurde Marcel Strub vom Bienenzüchterverein Sissach gewählt. Ein grosses Thema war hier schliesslich die bereits obenerwähnte Freigabe des Streptomycin. Bemängelt wurde neben der Freigabe auch die Informationspolitik des Kantonalen Veterinäramtes. Glücklicherweise wurde das Antibiotikum in unserem Vereinsgebiet 2008 nicht eingesetzt.
Alle Aktivitäten wurden gemäss Tätigkeitsprogramm der beiden Vereine Laufentaler/Thiersteiner durchgeführt. Ein weiteres Jahr hat die traditionelle Zusammenarbeit unserer Vereine bestens geklappt. Eine erfreuliche Teilnahme durften wir an der Generalversammlung, dem Apéro auf dem Vereinsbienenstand sowie bei der Honigbeurteilung feststellen. Für 2009 hoffen wir, dass auch die Standbesuche besser besucht werden. Ein Gedankenaustausch unter Imkern wird immer wichtiger.
Im Berichtsjahr hat es wiederum gehonigt. Wir hoffen, dass sich auch bei uns die Anzahl der Siegel-Imker erhöht. Die Völkerverluste wurden mit Ablegerbildung und Zukauf ersetzt. Ein guter Ansatz ist auch das Züchten. Unser Angebot zum Züchten in der Gruppe wurde leider nicht genutzt. Ebenfalls nur mässig genutzt wurde das Angebot unseres Kantonstierarztes für den Gratisbezug von Oxalsäure.
Der Neuimkerkurs 2007/2008 unter der Leitung von Martin Dettli konnte erfolgreich abgeschlossen werden.
Ich danke allen, die für den erfolgreichen Verlauf unseres Vereins beigetragen haben. An dieser Stelle auch ein grosses Dankeschön an Othmar Altermatt, Präsident der Kollegen vom Thierstein für die gute Zusammenarbeit. Einen ganz speziellen Dank richte ich wie immer auch an meine Kollegin und meine Kollegen vom Vorstand für die gute Zusammenarbeit. 
Euer Erwin Borer

Der Bieneninspektor berichtet
Im Jahr 2008 habe ich bei den Stand- und Brutkontrollen glücklicherweise keine Brutkrankheiten festgestellt. Aus den Gesprächen mit den Imkern habe ich feststellen müssen, dass die Varroa recht häufig ein Problem ist. Das Formular „Bestandeskontrolle der Bienenvölker“ wurde leider nicht überall nachgeführt. Ich muss hier an die Tierseuchenverordnung vom 27. Juni 1995 (TSV, SR 916.401) hinweisen und an die Pflicht für die Führung dieser Bestandeskontrolle und auf die Aufbewahrungsfrist von drei Jahren erinnern. 
Aus gesundheitlichen Gründen habe ich leider mein Ziel, alle Bienenstände mit genauen Koordinaten in die Landkarte einzutragen, nicht erreicht. Ich hoffe jedoch, dass mir dies im 2009 möglich sein wird. 
Die vom Kantonstierarzt für die Varroa-Abschlussbehandlung gratis zur Verfügung gestellte Oxalsäure wird nur mässig genutzt. Ich kenne die Gründe nicht und finde es schade!
Ich wünsche allen ein seuchenfreies und erfolgreiches Bienenjahr.
Euer Bieneninspektor - Walter Erbsmehl

Jahresbericht des Beraters und Kursleiters 2009
Das Bienenjahr 2008 war kein einfaches. Die Frühtracht war knauserig, der in unseren Hügeln so wichtige Bergahorn blieb ohne Nektarfluss. Wenn man etwas Frühlingshonig herausnahm, dann wurde man durch die Kältephase Ende Mai und Anfangs Juni bitter bestraft. Plötzlich standen die Völker mit zu wenig Vorrat da. Sofort mussten Vorratswaben gegeben werden. Es gab wenig Schwärme, denn die Völker erreichten nur knapp eine Vollentwicklung. Schon früh im Jahr war klar, dass es keinen Wald- und Tannenhonig geben würde. Doch etwas Sommerhonig von der Linde und anderen Trachtpflanzen verhinderte, dass wir ohne jeden Honig dastanden.
Der Austausch am Varroahock im Chastel war gut. Er entspricht einer Standortbestimmung in der Jahresmitte. Wir kennen ja das deutsche Sprichwort: „In des Jahres Mitten, da rüstet der Bien den Winterschlitten“. Die Varroamilbe hat sich mit ihrer Vermehrung in den Grenzen eines angenehmen Jahres gehalten, dadurch ist auch mit einer guten Überwinterung 08/09 zu rechnen. Was nicht heisst, dass man sich längerfristig zurücklehnen soll. Ich kenne auch Einzelfälle mit erheblicher Reinvasion von Milben. Beim traditionellen Honighock habe ich zwar das Konzept für eine Honigbeurteilung entworfen, konnte aber leider nicht dabei sein. 
Den Grundkurs 07/08 haben wir im November abgeschlossen. Die Mischung von imkerlich schon erfahrenen Personen und den reinen AnfängerInnen macht es aus, dass ein spezielles Klima entsteht. Es findet viel Austausch und Diskussion statt. Wir versuchen das Programm auf die Fragen und Bedürfnisse der Kursteilnehmer auszurichten. Deshalb ist es auch wichtig, dass sie möglichst bald eigene Bienen haben. Ein solcher Kurs arbeitet am Bienenvolk und es entsteht kaum mehr eine Schulzimmeratmosphäre.
Euer Berater Martin Dettli

Honigbeurteilung 2008
Am Honighock vom Mittwoch, 5. November 2008 war erstmals eine Honigbeurteilung angesagt. In Vierer-Gruppen haben wir den Honig vorallem nach Geruch und Geschmack beurteilt. 15 Proben standen uns dazu zur Verfügung. Die 25 anwesenden Imkerinnen und Imker freuten sich an ihrer Jury-Arbeit und vergaben Punkte. Nicht unerwartet lagen die Proben nahe beieinander. 
Aus der anschliessenden Diskussion über die verschiedenen Aspekte von Honigqualität wurde auch klar, dass dieser Hock auch im 2009 in einer ähnlichen Form durchgeführt werden muss. Einzig wird dem Wunsch entsprochen, nach Möglichkeit auch Honige aus anderen Landesregionen zu degustieren und so unseren Geruchs- und Geschmacksinn besser zu sensibilisieren.

 
Bienen können bis vier zählen
Ein Team von australischen und schwedischen Wissenschaftern hat sich mit der Frage beschäftigt, ob Insekten zählen können. Hierzu untersuchten sie Bienen, die sie zuvor trainiert hatten. Die Tiere erhielten eine Belohnung, wenn sie eine bestimmte Anzahl von Orientierungspunkten passiert hatten. Die Wissenschafter fanden heraus, dass die Bienen in der Lage waren, den Ort der Belohnung korrekt anzufliegen, sofern es sich um den ersten bis vierten Orientierungspunkt handelte. Im höheren Zahlenraum kamen die Tiere offenbar durcheinander
(NZZ am Sonntag)

20‘000 Flugeinsätze für 150 Gramm Honig
Für einen Liter Nektar, der letztendlich 150 Gramm Honig ergibt, muss eine Biene 20‘000 Flugeinsätze absolvieren (Tierwelt).

Streptomycin
Das Antibiotikum mit welchem die Obstbauern den Feuerbrand bekämpfen, hat dieses Jahr gemäss dem Schweizerischen Obstverband in Zug ein Promille der gesamten Honigernte verunreinigt.
(Tierwelt)


Sauerbrut
In unserer unmittelbaren Nähe sind viele Sauerbrutfälle aufgetreten.
Es ist wichtig, die Brut der Völker zu kontrollieren und allfällige Veränderungen sofort dem Bieneninspektor zu melden. Mit dem Bieneninspektor Kontakt aufzunehmen ist auch bei grossen Völkerverlusten unerlässlich.
Bei Befall mit Sauerbrut sind weitergehende Massnahmen nötig.

  
Vereinsreise 2008
Es ist eine schöne Tradition, dass wir alle zwei Jahre an der Vereinsreise unserer Thiersteiner-Kollegen teilnehmen können. Auch dieser Ausflug 2008 wurde von Kollege Othmar Altermatt ausgesucht und bestens organisiert.      Bald nach der Ausschreibung der Reise war der Car schon ausgebucht. Nach einer angenehmen Carfahrt wurden wir von der Präsidentin der Glarner Bienenfreunde, Ursi Schatzmann, freundlich begrüsst. Auf nette Weise brachte sie uns den Kanton Glarus mit seinen 40‘000 Einwohner näher. In ein paar Jahren gibt es im Kanton noch drei Gemeinden! Der sehr schöne Vereinsbienenstand wusste auch zu gefallen, ebenso die Erklärungen des initiativen Betreuers. 
In Elm, im wunderschönen Hotel Elmer, konnten wir das Glarner Tauf- und Hochzeitsmenü geniessen. Nach einem kurzen Spaziergang durch Elm besichtigten wir die Schiefertafelwerksätte. Die Erinnerung an die erste Schulklasse kam wieder auf. Eindrücklich wurde uns auch der Felssturz von Elm vorgetragen, wie wenn er soeben passieren würde. Einen guten Abschluss der Reise bildete der Besuch auf dem Bienenstand des Ehepaares Röbi und Inge Knobel. Der offerierte Honigwein war ausgezeichnet.
Besten Dank an den Carchauffeur Albert Vögtli, vom Carunternehmen Steiner, Grindel und vorallem an Othmar Altermatt. Wohin geht es wohl im 2010? Wir warten auf die Ankündigung.
Ein Teilnehmer
Erwin Borer

               
Aktuell am Bienenstand: „Eine gute Einwinterung sichern!“
In diesem Sommer hatten wir kaum Waldhonig, auch die Tanne und ihre Läuse streikten komplett. Ich selber habe bei keiner Tanne einen nennenswerten Ansatz von Läusen oder Spritzern gesehen. Das wird sich in nächster Zeit kaum mehr ändern, warten mit Abräumen ist zwecklos.
Wer Wert auf eine sichere Überwinterung legt, der hat bereits im Juli abgeräumt. Wer dies bisher verpasst hat – jetzt sofort: Abräumen, Futtergabe, Behandeln
Bei mir steht das Zuckerwasser schon bereit, wenn ich mit dem Abräumen beginne. Dies, damit ich am gleichen Abend die erste Futtergabe geben kann. Wichtig ist auch, das Flugloch kleinzustellen, so wird die Räuberei minimiert. Am nächstfolgenden Abend ist das erste Futter aufgeputzt und nun ist sofort mit der Varroa-Behandlung zu beginnen. 
Es gibt zwei empfohlene Varroa-Behandlungsmittel für die Spätsommerbehandlung
(August/September):
1. zwei Ameisendsäurebehandlungen mit dem Langzeitverdunster. Die zweite Behandlung Anfangs/Mitte September. Bei Stossbehandlungen sind 4 Wiederholungen nötig.
2. Behandlung mit Thymol oder thymolhaltigen Produkten 
Ich empfehle in jedem Fall eine Winterbehandlung (November/Dezember) vorzunehmen. Bei den brutfreien Bienenvölkern ist die effektivste Behandlung möglich. Bestellschein für Abgabe durch den Kanton über den Bieneninspektor liegt dieser Zeitung bei.
Euer Berater  Martin Dettli

 
Feuerbrandbekämpfung!
Antibiotika im Bienenhonig?

Viel wurde seit dem Entscheid des Bundesrates vom Ende Januar 2008 über die Streptomycin-Spritzung geredet und geschrieben. Glücklicherweise wurden wir dieses Jahr verschont. Hoffentlich werden wir es auch in den nächsten Jahren. Wir sind in der glücklichen Lage, dass es in unserem Gebiet keine oder nur wenige Kernobstplantagen gibt. Hochstämmige Bäume dürfen zudem nicht behandelt werden.
  
Besten Dank
Besten Dank an die Familie unseres kürzlich verstorbenen Vereinsmitgliedes, Hugo Dobler, Zwingen. Wir haben die Hälfte der Kollekte beim Beerdigungsgottesdienst sowie die Hälfte weiterer Spenden erhalten.


Teilnahme an der Statistikumfrage des VSBV
Der Zentralvorstand VDRB sucht noch weitere Imker aus unserem Vereinsgebiet, welche bereit sind, an den Umfragen teilzunehmen. Interessenten melden sich bitte bei Erwin Borer

Feuerbrandbekämpfung!
Antibiotika im Bienenhonig?

Der Feuerbrand tritt im Kanton in 25 Gemeinden stark auf und zwar im Raum Sissach, im Diegter- und im Waldenburgertal sowie im Leimental. In diesen Gemeinden hat es auch die grössten Kernobstanlagen. In den kritischen Wochen ist auf das Verstellen von Bienenvölker freiwillig zu verzichten. Am 29. Januar 2008 hat der Bundesrat erstmals für 2008 die Streptomycin-Spritzung mit besonderen Auflagen bewilligt. In unserem Kanton sind 13 Anträge zur Spritzung eingereicht worden und davon sind nun 5 bewilligt. Diese Kernobstanlagen liegen in den Gemeinden Arisdorf, Biel-Benken, Ettingen, Ramlinsburg und Schönenbuch. Othmar Altermatt, Präsident Thiersteiner, teilt mit, dass im Thierstein, Dorneck und im Leimental keine Bewilligungen für die Streptomycin-Spritzung erteilt sind. Wir überwachen die Situation genauestens. Bei Fragen wenden sich unsere Vereinsmitglieder an unseren Berater, Martin Dettli.


Generalversammlung  2008
Zwingen: René Zumsteg, Mitglied des Zentralvorstandes des Vereins der deutschweizerischen und rätoromanischen Bienenfreunde, war der Überraschungsgast der Generalversammlung des Bienenzüchtervereins Laufental. Präsident Erwin Borer konnte neben vielen Vereinsmitgliedern auch den Kantonalpräsidenten und die Präsidenten befreundeter Vereine begrüssen. Der Höhepunkt des vergangenen Jubiläumsjahres (100 Jahre) war der Tag des „Offenen Bienenhauses“ vom 19. August auf der Nenzlingerweide. Die Öffentlichkeit wurde dadurch auf unseren Verein und unser schönes Hobby aufmerksam. Das Fest war in jeder Hinsicht ein Erfolg. Die Honigernte fiel recht gut aus. Die Imker konnten ihre Kunden mit dem feinen Naturprodukt versorgen. Bei vielen Imkern kann noch Honig bezogen werden. Der Neuimkerkurs mit 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat den ersten Teil erfolgreich abgeschlossen. Die Vereinsmitglieder sind froh, dass der gleiche Vorstand auch im 2008 amtet und wählt die sechs Personen mit Applaus. Das vorgeschlagene Tätigkeitsprogramm wird ohne Änderung genehmigt. Auf dem Programm ist auch eine Vereinsreise mit dem eng befreundeten Bienenzüchterverein Thierstein. Drei neue Mitglieder konnten aufgenommen werden. So beläuft sich der Mitgliederbestand auf 71 Imker, welche 605 Völker pflegen. Noch nicht so richtig deuten konnten die Bienenzüchter die Meldung des Bundesamtes für Landwirtschaft, wonach der Einsatz des Antibiotikums Streptomycin zur Bekämpfung des Feuerbrandes örtlich begrenzt und befristet im Frühling 2008 zugelassen sei. Entschieden ist auch, dass sämtlicher Honig in den betroffenen Gebieten auf Kosten der Kantone analysiert werden muss. Wenn der Honig mit mehr als 10 μg/kg Honig kontaminiert  ist, wird er vom Obstverband aufgekauft und vernichtet. Es ist wichtig, dass alle Imker diese neue, unerfreuliche Entwicklung aufmerksam verfolgen. 


Goldene Zukunft für unseren Honig
Das Qualitätssiegel bürgt für eine qualitätsbezogene und dokumentierte Betriebsweise, sowie auch für das Endprodukt. Unser Verein liegt mit „Qualitätssiegel-Imker“ immer noch unter dem schweizerischen Durchschnitt. Wir hoffen daher, dass sich 2008 viele Interessierte beim Honigkontrollchef Informationen einholen und sich für das Qualitätssiegel-Programm anmelden.
Ferdinand Fringeli, Honigkontrolle, Dorfstr. 27, 4223 Blauen, Tel. 061 761 20 11 

 
Einladung zum Regio-Vortrag 2008:Allergien: Sind Bienen oder Pollen gefährlicher? 
Die traditionelle, jährliche Vortragsreihe des Bienenzüchterverbandes beider Basel wird fortgesetzt. Jedes Jahr nehmen über 200 Personen am Anlass teil, leider nur wenige aus unserem Verein. Hoffentlich wird sich dies dieses Jahr ändern. Dieser öffentliche Vortrag ist für alle Interessierten offen. Wir freuen uns auf die Äusserungen des Referenten.

  
Kameradenhilfe
Da ein Vereinsmitglied einen komplizierten Beinbruch erlitten hat, kann er einige Wochen nicht zu seinen Bienen. Er fragt einen Vereinskameraden und dieser sagt spontan zu. Auch solche hilfsbereite Aktionen finden wir erwähnungswert. Besten Dank.


Ferienpass 2008 
Im Angebot des Ferienpasses 2008 steht wiederum der Besuch in unserem Vereinsbienenstand. Wir beantworten den Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Frage: Woher kommt der Honig? Wir sind gespannt, wie viele Schülerinnen und Schüler unser Angebot nutzen.

 
Jubiläumsjahr  2007 
Das Jubiläumsjahr hatte mit dem Tag des offenen Vereinsbienenstandes am Sonntag, 19. August seinen Höhepunkt. Das Interesse der Öffentlichkeit war sehr gross. Wir hatten zudem eine tolle Unterstützung im Wochenblatt und in der Basler-Zeitung. Ich danke meiner Kollegin und meinen Kollegen vom Vorstand für die Organisation und die Durchführung. Ebenfalls besten Dank den Partnern der Vorstandsmitglieder und einigen Vereinsmitgliedern für die Mithilfe. Das Fest war ein Erfolg. Der Höhepunkt der Jubiläums-GV war die Ernennung von Meinrad Fluri aus Dittingen zum Ehrenmitglied. Er wurde für sein grosses Wirken für die Bienenzucht ausgezeichnet. Er diente unserem Verein als Präsident, Aktuar, Berater und Kursleiter. Zudem hatten sechs Mitglieder Anrecht auf die Veteranenauszeichnung, da sie seit 30 Jahren Mitglied in unserem Verein sind. Mit der Honigernte 2007 sind viele Imker sehr zufrieden. So rücken die immer wieder auftretenden Völkerverluste etwas in den Hintergrund. Ablegerbildung und Züchten helfen die Verluste auszu­gleichen. Das neue Honigreglement bewährt sich. Wir hoffen, dass sich in unserem Verein die Anzahl der Siegel-Imker in den nächsten Jahren erhöht.  Alle Aktivitäten konnten wir gemässTätigkeitsprogramm durchführen. Erfreulich ist die Zusammenarbeit mit dem befreundeten Bienenzüchterverein Thierstein. An dieser Stelle ein grosses Dankesschön an ihren Präsidenten, Othmar Altermatt, für die kollegiale Zusammenarbeit. Das Angebot unseres Kantonstierarztes für den Gratisbezug von Oxalsäure wird nur mässig genutzt. Der Neuimkerkurs 2007/2008 läuft erfolgreich und bereits ist die erste Hälfte vorbei. Ich danke allen, die für den erfolgreichen Verlauf unseres Vereins beigetragen haben. Einen ganz speziellen Dank richte an meine Kollegin und meine Kollegen vom Vorstand für das gute und kollegiale Schaffen. 
Euer Erwin Borer


Der Bieneninspektor berichtet
Das Jahr 2007 war ein sehr arbeitsintensives Jahr für mich. Der Kantonalverband verlangt, dass sämtliche Bienenhäuser und Freistände mit Magazinen und Schweizerkasten in die Landkarte mit genauen Koordinaten eingetragen werden. Bis auf wenige Bienenhäuser habe ich es geschafft. Die anderen werde ich 2008 noch registrieren.
Bei einer Brutkontrolle in Liesberg wurde Faulbrut festgestellt. Das betroffene Volk wurde vernichtet, der Stand saniert und die Gemeinde Liesberg zur Sperrzone erklärt. In Dittingen wurde ein Verdacht auf Sauerbrut gemeldet. Nach genauer Kontrolle konnte glücklicherweise Entwarung gegeben werden. Bei den diversen Standbesuchen habe ich keine Brutseuchen festgestellt.
Ich bitte Euch, die beiliegende Bestandeskontrolle der Bienenvölker zu führen und drei Jahre aufzubewahren (Tierseuchenverodnung vom 27. Juni 1995;TSV,SR 916.401) Die vom Kanton für die Abschlussbehandlung gratis zur Verfügung gestellte Oxalsäure wurde leider nur mässig genutzt.
Nun wünsche ich allen ein seuchenfreies und erfolgreiches Bienenjahr.
Euer Bieneninspektor Walter Erbsmehl

 
Der Berater und Kursleiter berichtet
Die Überwinterung im Vorjahr war sorgenfrei: Mit dem milden Winter waren die Völker früh bereit und konnten vom schönen März bis anfangs Mai aus dem Vollen schöpfen. Für die Imkerschaft schlug sich dies mit gut gefüllten Honigkessel nieder.
Zum Austausch über Frühtracht und mögliche Sommeraussichten hat man sich am Varroahock im Chastel getroffen. Da erzählten Pius Borer und ich über die aktuelle Varroasituation. Sie forderte dieses Jahr frühes eingreifen, verschiedentlich kam es bei zögernder Behandlung zu Verlusten.
Der Tag des offenen Bienenhauses war rundum erfreulich. Neben den vier gut besuchten Einführungen in die Bienenwelt ergaben sich auch sonst Beratungsgespräche. Beim traditionellen Honighock fasste ich zu Beginn die Trachtsituationen des vergangen Jahres zusammen. Anhand der mitgebrachten Honigmuster versuchten wir, den jeweiligen Honig nach Geschmack, Geruch und  Aussehen zu bestimmen. Das ergab viele Diskussionen.
Erfreulicherweise hatten wir für den Grundkurs 07/08 wiederum viele Interessenten und so wird der  Kurs doppelt geführt. Die Teilnehmer konnten wählen ob sie zur Gruppe Pius Borer oder zu mir wollten. In meinem Teil haben wir 10 Kurshalbtage angeboten, teils fanden sie auf dem Vereinsstand in Nenzlingen und teils bei meinen Magazinvölkern statt. Dieses Einarbeiten der begeisterten Bieneninteressierten ist immer eine schöne und dankbare Aufgabe.
Euer Berater Martin Dettli


Liebe Imkerinnen und Imker
Wir nehmen unser Vereinsjubiläum zum Anlass für ein Fest. Der Vereinsbienenstand in Nenzlingen mit seiner schönen  Aussicht über das Laufental eignet sich bestens dafür. Zu unserem Fest sind alle eingeladen: Imker und Nichtimker, Nachbarn und Freunde, Honigkunden und Bieneninteressierte. Für alle wird etwas geboten. 
Eine Festwirtschaft sorgt für Verpflegung, feines vom Grill, Getränke und wir laden zum Zusammensitzen ein. Am Fest erfährt man auch viel Interessantes über Bienen, speziell an den Führungen. An einem Stand sind zudem Bienenprodukte zu kaufen.
Wichtig ist uns auch, viele Vereinsmitglieder als Ansprechpersonen und Gesprächspartner am Fest zu haben. Sagt weiter, dass es am Rande der Nenzlingerweide ein Bienenfest gibt. So kommen viele Leute zusammen und eine gesellige Runde entsteht. Hängt bitte das beiliegende Plakat in einem Laden, einem Restaurant oder an eine Plakatwand auf. Wir vom Vorstand werden diese Werbung durch einen Beitrag im Wochenblatt und mit weiteren Plakaten vertiefen.
Zum Schluss haben wir noch einige Anliegen an unsere Mitglieder: Willkommen sind verschiedenste Aktivitäten zum Thema Bienen. Wir freuen uns über Gebackenes sowie kulinarische Spezialitäten. Auch für einen einzelnen Einsatz rund um das Fest beim Aufbau, Betrieb oder Abbau sind wir froh. Unser Präsident, Erwin Borer, Tel. 061 761 65 06, nimmt Anmeldungen gerne entgegen und koordiniert entsprechend. 
Für den Vorstand - Martin Dettli


Aktuell am Bienenvolk, anfangs August
Die Bienenvölker müssen jetzt abgeräumt sein oder werden. Es fällt auf, dass durch den fehlenden Eintrag in den letzten 5 Wochen im Brutraum sehr oft gar kein Futter mehr ist. Das bedeutet, dass die Futtergabe schon bereitstehen sollte, wenn wir mit Abräumen beginnen. So, dass gleich am Abend des Abräumtages gefüttert werden kann. Wichtig ist auch das Flugloch kleinzustellen, so wird die Räuberei minimiert. Am nächstfolgenden Abend ist das erste Futter aufgeputzt und es soll sofort mit der Varroabehandlung begonnen werden.
Die zweite Futtergabe wird erst nach der ersten Behandlung gegeben, resp. je nach Mittelwahl auch gleichzeitig.Wichtig ist, dass man sich bewusst ist, dass das eine kurze intensive Arbeitspitze ist, die gut vorbereitet sein will. Ziel ist es, alles innerhalb von 3 Tagen hinzukriegen, also 

Abräumen, Futtergabe, Behandeln
Es gibt zwei empfohlene Varroabehandlungsmittel für die Spätsommerbehandlung im August und September:
Zwei Ameisensäurebehandlungen mit dem Langzeitverdunster. Die zweite Behandlung anfangs/Mitte September. Behandlung mit Thymol oder thymolhaltigen Produkten 
Nebenbei: Die alte Ameisensäure-Stossbehandlung ist bei 4-maliger Wiederholung immer noch gut  (Die Säure oder Säureplatten gekühlt anwenden).
Euer Bienenzuchtberater Martin Dettli


1907 – 2007 = 100 Jahre Bienenzüchterverein Laufental
Im Jahre 1907 gründeten 4 Personen (drei Lehrer und ein Kaufmann) den Bienenzüchterverein Laufental. Von den damals 58 Imkern im Laufental, traten sofort 17 bei und bezahlten den Jahresbeitrag von CHF 1.--. Der Verein wurde von folgenden Präsidenten geführt:
1907 – 1926     Walter Blaser, Lehrer, Laufen
1926 – 1940     Emil Oser, Lehrer, Laufen
1940 – 1946     Alphons Weber, Fabrikant, Laufen
1946 – 1959     Leo Jermann, Lehrer, Laufen
1959 – 1961     Paul Erbsmehl, Schreinermeister, Grellingen
1961 – 1981     Erwin Cattin, Depotchef, Röschenz
1981 – 1992     Meinrad Fluri, Lehrer, Dittingen
1992 – 1999     Jean-Claude Beer, Postangestellter, Laufen
1999 – 2002     Dieter Hueber, kaufm. Angestellter, Dittingen
2003 – heute    Erwin Borer, kaufm. Angestellter, Zwingen
Jubiläumsversammlung 1982
1982 wurde die Jubiläumsversammlung „75 Jahre Bienenzüchterverein Laufental“ durchgeführt. Damals hatte der Verein 109 Mitglieder, welche 1'542 Völker pflegten. Im Vorstand hatten mitgearbeitet:
Präsident:    Meinrad Fluri            Sekretär:           Hugo Christ
Kassier:       Benno Gigandet        Honigkontrolle:    Mathild Bieri-Meury
Beisitzer:     Otto Baumgartner     Ehrenpräsident.    Leo Jermann
Mit der Varroamilbe trat 1982 ein grosses Problem auf, denn die ersten Seuchenherde befanden sich bereits im Gebiet von Waldshut. Der Verein kaufte im Jahre 1984 das Bienenhaus in Nenzlingen des verstorbenen Kollegen Walter Oser-Bohrer und erhielt dadurch erstmals einen Vereinsbienenstand. Im Jahre 1990 starben unsere langjährigen Präsidenten Erwin Cattin und Leo Jermann. 1993 wechselte der Verein durch den Kantonswechsel des Laufentales vom Berner Kantonalverband zum Bienenzüchterverein beider Basel. Im Jahre 1999 konnten wir unseren neuen Vereinsbienenstand einweihen und an einem Tag der offenen Tür der interessierten Bevölkerung zeigen. Die freundschaftliche Verbindung und Zusammenarbeit mit dem Thiersteiner Bienenzüchterverein wird immer stärker. Im Jubiläumsjahr können wir mit 76 Mitglieder starten, welche 560 Völker pflegen. Im März 2007 beginnt ein Neuimkerkurs mit 18 Teilnehmer. Wir wünschen dem Verein weiterhin alles Gute und danken den Mitgliedern, welche das Nötige dazu beitragen.


Das Bienenjahr 2006 
Im 2006 hat es vielerorts gehonigt. Sicher auch dadurch habe ich viele zufriedene Imkerkolleginnen und Imkerkollegen getroffen. Die Meldungen über das grosse Bienensterben haben uns im Frühling beunruhigt. Vieles hat sich in der Zwischenzeit zum Guten gewendet.
Unsere Vereinsaktivitäten wurden unterschiedlich besucht. Sehr erfreulich war der Besuch am Hock vom 8. November im Restaurant Rank. Warum ist es wohl nicht immer so? Ich begrüsse jedes Mal gerne unsere Kollegen aus dem befreundeten Thiersteiner Verein.
Beim Vereins-Apéro vom 22. August wurde in lockerer Atmosphäre gefachsimpelt. Solche Anlässe sind wichtig. Sie sollen den Vereinsmitgliedern eine Unterstützung bei ihrer Arbeit mit den Bienen sein. 
Die Vereinsreise wurde traditionsgemäss vom Bienenzüchterverein Thierstein organisiert und führte uns nach Oberarth, Brunnen und ins Muotathal. Es war wiederum ein angenehmer Tag unter Kolleginnen und Kollegen. Herzlich Dank an Othmar Altermatt für die tadellose Organisation. 
Der Nachwuchs in unserem Verein ist wichtig und so freut es mich, dass wieder drei neue Mitglieder beitreten. Für den bald beginnenden Neuimkerkurs haben sich ebenfalls 18 Personen angemeldet. 
Drei Vorstandsitzungen haben wir abgehalten und den Verein an der Kant. Delegiertenversammlung sowie an der Delegiertenversammlung des VDRB vertreten. 
                                                                                                                 Euer Erwin Borer


Neuer Bieneninspektor für das Laufental
Wir freuen uns, dass wir unser neuer Bieneninspektor vorstellen können. Walter Erbsmehl ist 59 Jahre alt und von Beruf Schreiner. Seit 35 Jahre pflegt er selbst Bienen.
Walter Erbsmehl hat im Oktober 2006 den Inspektorenkurs im Tageszentrum Leuenberg in Hölstein BL absolviert und die Schlussprüfung mit bestem Erfolg bestanden. Herzliche Gratulation.
Der neue Bieneninspektor wird sich im Verlaufe dieses Sommers bei den Imkern vorstellen.
Wir danken Walter für die Bereitschaft und sein Engagement und wünschen ihm viel Befriedigung in diesem Amt. Wir sind überzeugt, dass er bei der Imkerschaft die nötige Unterstützung erhält.

  

Aktuelle Beratung für Imkerinnen und Imker
In den meisten Gebieten unseres Vereins geht ein gutes Honigjahr zu Ende. Da und dort ist noch Potential in der Weisstanne. Wer warten will, soll
1. die Weisstanne beobachten, ob sie wirklich noch tropft
2. den natürlichen Totenfall an Varroa-Milben auf der gittergeschützten Unterlage auszählen zum Abschätzen des Gefahrenpotentials. Bei mehr als 8 Milben pro Tag sollte baldmöglichst abgeräumt, oder allenfalls eine Zwischenbehandlung mit Ameisensäure gemacht werden.
Wer ohne Risiko in den Winter gehen will, der räumt jetzt ab und macht nach einer ersten Futtergabe sofort eine Varroabehandlung mit Ameisensäure oder allenfalls mit Thymol, nach 10 Tagen kann dann weitergefüttert werden.
Faustregel: Abräumen – Füttern - Behandeln ist ein Arbeitsgang innerhalb von 3 Tagen.
Für die brutlose Zeit im November/Dezember ist in jedem Fall eine Oxalsäurebehandlung vorzumerken.
Euer Bienenzuchtberater Martin Dettli

Völkerverluste 2006
Wir haben eigene Kontaktstelle! 
Einer der schönsten Momente im Bienenjahr ist das erste Summen der Bienen im Frühling, wenn sie wieder beginnen, Pollen einzutragen. 
Für verschiedene von uns Laufentalerimker ist dieser Moment zur Zeit schwer zu ertragen. Am schwersten sicherlich, wenn keine Bienen mehr fliegen. Der Totalbienenverlust ist einer der traurigsten Momente im Imkerleben. Zwischen Totalverlusten und Bienenstände mit gesunden Völkern gibt es in der Region alle Varianten. Die meisten Imkerinnen und Imker sind von überdurchschnittlich hohen Völkerverlusten betroffen.
Wir hoffen vom Verein her, dass wir gemeinsam wieder aus dieser Krise herausfinden. Mit einer Kontaktstelle zur Bienen-vermittlung möchten wir dazu beitragen, dass alle wieder zu Bienenvölkern kommen. Wenn nicht sofort, dann hoffentlich im Verlaufe des Sommers.

Kontaktstelle Bienenvermittlung
Wir haben in den letzten Tagen eine Kontaktstelle für den An- und Verkauf von Bienenvölkern, Schwärmen und Jungvölkern eingerichtet. Ziel dabei ist, dass jede Imkerin und jeder Imker so viele Bienen hat, dass er seinen Bestand selber weiteraufbauen kann. Wer also Völker abgeben kann, meldet dies bitte sofort der Kontaktstelle. Bitte meldet auch, wer später Schwärme oder Jungvölker abgeben kann. Andererseits bitten wir auch die Imkerinnen und Imker mit Völkerverlusten mit der Kontaktstelle Verbindung aufzunehmen.
Die Kontaktstelle gibt Adressen weiter von Nachfragenden oder Anbietenden und hofft, dass über imkerliche Solidarität zumindest die elementarsten Anliegen erfüllt werden können. Wir bedanken uns bei der Vorstandskollegin für die Führung unserer Kontaktstelle.
Kontaktstelle Bienenvermittlung:
Käthi Zuber, Grellingen, 061 741 17 16
 

Umfrage zu den Verlusten
Besten Dank für die Rückmeldungen an Walter Erbsmehl zur Umfrage in Bezug auf die Völkerverluste. Es sind bisher 37 Antworten eingegangen. Davon sind 5 Imker mit einem Totalverlust konfrontiert. Der durchschnittliche Verlust liegt bei knapp 50 %. Auch in der Ajoje und dem oberen Baselbiet hört man von Verlusten.
Über die Ursachen kann kein klares Urteil gefällt werden. Nach den bisherigen Untersuchungen zeigt sich ein ähnliches Bild wie vor drei Jahren. Die Verluste haben Zusammenhänge mit Varroaschäden und Bienenviren. Das letzte Jahr war mit seiner äusserst knappen Tracht auch für die Bienenvölker schwierig. Wer Verluste hat, soll Zeitpunkt und Art der Varroabehandlung  mit den Empfehlungen des Zentrum für Bienenforschung überprüfen. Es gibt aber immer auch Bienenstände,  die trotz einer frühen und wirkungsvollen Varroabehandlung durch Kontakte mit zusammenbrechenden  Ständen in Mitleidenschaft gezogen werden. Man spricht dabei von einer Art Dominoeffekt.

Zudem ist bitter, dass es sich bei den vorliegenden Problemen nicht um Seuchen handelt, die von der kantonalen Seuchenkasse versichert sind. Die „Varroa“ wurde vor 10 Jahren aus der Seuchengesetzgebung gestrichen, weil sie überall vorhanden ist und nicht durch eine staatliche Seuchenbekämpfung eingedämmt werden kann. Die Versicherungsbeiträge, die vom unserem Verein eingezogen werden müssen und an die kantonale Seuchenkasse weitergeleitet werden, sind für meldepflichtige Seuchen wie Faul- und Sauerbrut reserviert.
Das Züchten erlangt immer mehr Bedeutung und wir müssen uns vermehrt der Völkervermehrung widmen. Wir haben auf unserer Imkerrreise die Möglichkeit, vieles über Züchten, Jungvolkbildung, Belegstellen und die Imkerei ganz allgemein mit erfahrenen Imkern zu diskutieren. Sicher auch ein Grund, den Anmeldetalon ausgefüllt an Othmar Altermatt zu senden!

                

Imkerreise 2006 Oberarth - Brunnen - Muotathal
Am Samstag, 10. Juni 2006 können wir uns traditionsgemäss der Vereinsreise unseren Kollegen vom Thiersteiner Bienenzüchterverein anschliessen. Besten Dank an Othmar Altermatt für die Organisation. 
Wir fahren mit dem Car (Kaffeehalt eingeplant) nach Oberarth. Dort besichtigen wir die „Alte Urschwyzer Brennerei“ Fassbind. Wir erleben die faszinierende Welt einer traditionellen Destillerie aus erster Hand und nächster Nähe. Auch können wir einem Glasbläser bei der Ausübung seines Handwerkes über die Schultern schauen und selbstverständlich erhalten wir auch die Gelegenheit, die edlen Tropfen zu kosten. 
Wir fahren anschliessend weiter nach Brunnen auf den Bienenstand von Toni Steiner. Er ist Zuchtchef des Imkervereins Innerschwyz und Belegstationsleiter der A-Belegstelle C08 Muotathal, die wir nachmittags besuchen.
Zuerst lassen wir uns Restaurant Alpenrösli kulinarisch verwöhnen Nach dem Mittagessen fahren zur Belegstelle Muotathal. Toni Steiner wird uns einiges über diese Carnica A - Belegstelle, viel Wissenswertes über das Züchten, das Linienmaterial erzählen können. Nach diesem Fachsimpeln fahren wir ins Bisistal nach Schwarzenbach. Hier geniessen wir die Atmospähre des Muotathales und anschliessend fahren wir wieder ins Laufental-Thierstein zurück. 


Einladung zum Regio-Vortrag „Die Erde lebt“ 
Der traditionelle, jährliche Vortragsreihe des Bienenzüchterverbandes beider Basel wird fortgesetzt. Jedes Jahr nehmen über 200 Personen am Anlass teil, leider nur wenige aus unserem Vereinsgebiet. Hoffentlich wird sich dies dieses Jahr ändern. Dieser öffentliche Vortrag ist für alle Interessierten offen.
Erdstrahlen: Magie oder Wirklichkeit? 
Was Erdstrahlen sind und wie sie auf Mensch und Biene wirken, erfahren wir von unseren beiden Referenten:
Jean-Marie Hassler über Erdstrahlen in der freien Natur
Anelius Wismer über „Elektrosmog“: Ein Leben unter Spannung
Freitag, 28. April 2006, 20.00 Uhr 
in der Aula des landwirtschaftlichen Zentrums Ebenrain, Sissach
Bienenzüchter-Verband beider Basel

                            
Varroabekämpfung mit Thymol
Gerne geben wir hier ein Angebot unserer Thiersteiner-Kollegen weiter
Rezept für ein Volk
· Schwammtuch (ca. 18 x 20 cm) halbieren
· 15 gr. Thymol (kristallisiert) in 30 – 35 ml Brennsprit auflösen und auf die
  zwei  halben Schwammtücher verteilen und an der Sonne trocknen lassen
· in einem Plastiksack gut verschlossen aufbewahren
 Ein zu behandelndes Bienenvolk muss mit mindestens 3 Liter Zuckerwasser (3 kg Zucker auf 2 Liter Wasser) gefüttert sein.
Anwendung
· Bei einem Volk unter 7 Waben wird nur eine Schwammhälfte verwendet,
  ab 7 Waben sind es beide Hälften
· Löse das erste Deckbrett und schiebe links und rechts je eine Hälfte ein
· Nach 8 Tagen werden die Schwammtücher aus dem Kasten entfernt und
  für die nächste Behandlung vorbereitet.
· Die 2. Behandlung erfolgt nach 4 Wochen.
Bei einer grösseren Menge Schwammtücher empfiehlt es sich, alles in einem flachen Gefäss anzurühren und alle Schwämme darin einzutauchen und vollsaugen zu lassen.
Die gebrauchten Schwammtücher können gut verschlossen aufbewahrt werden. Das Thymol muss bei jeder Verwendung neu aufgetragen werden.
Bestellung und nähere Auskünfte:
Pius Borer, Kastelweid 243, 4204 Himmelried, Tel. 061 741 10 73 und
079 219 78 55
 
   
Vereinsjahr 2005
Das Vereinsjahr hat mit dem Tod unseres Vorstandskollegen und Bieneninspektor Anton Meury begonnen. An der letzten Generalversammlung und in den Vereinszeitungen haben wir darüber berichtet. Zur gleichen Zeit wurden uns ständig Bilder und Berichte aus Süd­asien übermittelt. Die Natur hat im ganzen Jahr immer wieder gezeigt, dass die Menschheit ihre Launen akzeptieren muss. Wir Menschen tragen zu diesen Unwetterkata­strophen sicher auch unseren Teil bei!
Für den 18. Mai hatten wir zu einem Hock auf dem Vereinsstand eingeladen. Dieses neue Angebot wurde leider nicht genutzt. Vielleicht hat auch das schlechte Wetter einige am Be­such abgehalten. Der traditionelle Varroa-Hock fand wiederum im Kastel statt. Am Apéro-Sonntag vom 21. August war kühles, regnerisches Wetter. Das Gespräch um den Tisch im Vereinsbienenstand war gleichwohl sehr interessant. Viele Teilnehmer konnten wir am Hock vom 9. November im Restaurant Rank begrüssen. Etwas weniger waren am Klausenhock vom 14. Dezember dabei. Bei jedem Anlass können wir auch Kollegen aus dem befreundeten Thiersteiner Verband begrüssen, was mich jedes Mal sehr freut. Besonders freuen würde es mich, wenn unsere Mitglieder die Anlässe besser besuchen würden. Was wird wohl vom Verein erwartet? 
Die Honigernte fiel unterschiedlich aus. Es haben sich Mitglieder gemeldet, welche mit der Ernte zufrieden waren. Doch andere mussten die Honigschleuder nicht mal hervor­nehmen. An die Varroa und an die entsprechenden Behandlungen haben wir uns gewöhnt. Ist es auch wirklich so? Im November habe ich von eingegangen Völkern gehört. Kommt schon wieder das Völkersterben?
Nachwuchs ist für einen Verein sehr wichtig. Ein Mitglied können wir auch dieses Jahr wieder aufnehmen. Der Neuimkerkurs unter der Leitung von Martin Dettli konnte kürzlich abgeschlossen werden. Ich wünsche den erfolgreichen Absolventen viel Freude mit ihrem neuen Hobby.
Ich danke meiner Vorstandskollegin und meinen Vorstandskollegen recht herzlich für die gute und kollegiale Zusammenarbeit.
Euer Erwin Borer 

Sauerbrut geht uns etwas an
Nachdem wir in der Schweiz während über 30 Jahren eine ruhige Situation hatten im Bezug auf die Sauerbrut, ist es in den letzen 5 Jahren vermehrt zu Problemen gekommen. Letztes Jahr im April hat in Fehren Max Tschumi, als Bienenin­spektor und als Direktbetroffener von der Situation in seinem solothurnischen Bezirk berichtet. Diese Erfahrungen und Informationen waren eindrücklich. Auf unserer Seite des Juras hat es bisher keine grösseren Probleme gegeben. Wir hoffen, dass es so bleibt. Dennoch möchte ich Euch an der Generalversammlung anhand von ein paar Bildern in Erinnerung rufen, woran man diese Seuche erkennt, und wie man damit umgeht. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für die Frühlingskontrollen zu stärken.
Euer Berater Martin Dettli
  
Der Berater und Kursleiter berichtet
Wir hatten 3 Gruppenberatungen und 8 Kurstage mit dem Grundkurs. Zu den Gruppenbe­ratungen gehörte der traditionelle Varroahock im Juni beim Bienenstand von Karl Borer auf dem Kastel mit den Thiersteinern. Auch wenn dieses Jahr keine technischen Neuheiten vorgestellt werden konnten, so ist dieser Austausch wichtig. Es ist möglich,  sich bei einer Demonstration den einen oder andern Trick abzugucken. Zudem informieren Pius und ich immer, welche neuen Behandlungstricks etwas taugen, welche geprüft wurden und werden, und wo Vorsicht geboten ist. 
Am 21. August sassen wir an einem verregneten Sonntag im Vereinsstand. Dabei habe ich über Viren erzählt, die man nicht sehen und nicht zählen kann und doch haben sie einen grossen Einfluss auf unsere Bienenvölker. Liebefeld hat ein interessantes Forschungspro­jekt dazu gestartet. 
Trotz des schlechten Honigertrags in diesem Jahr kamen zahlreich Imker an den Honig­hock, wo ich mit Wort, Bild und Degustation unsere wichtigsten Honige und ihre Herkunft vorstelllen konnte.
Der Grundkurs 2004/2005 konnte im Herbst  abgeschlossen werden. Der Kurs war mit dem regen Engagement der Teilnehmer und Teilnehmerinnen erfreulich. Aus unserem Vereins­gebiet erhielten Holger Eckert aus Grellingen und Martin Mottl aus Zwingen ihr Kursdiplom. Schön ist, dass beide auch an Vereinsanlässen engagiert dabei waren. Ich hoffe, sie schät­zen diesen Austausch auch weiterhin.
Euer Berater Martin Dettli 

Varroa-Behandlung 2005 
In den letzten Jahren hat es sich gezeigt, dass mit leicht verspäteten Behandlungen schon Schäden und Standzusammenbrüche festzustellen waren. Deshalb die Empfehlung zu einer baldigen Varroabehandlung Mitte Juli bis Anfangs August.
1. Entlasten den heranwachsenden Winterbienen vom Varroadruck
Unmittelbar nach dem Abräumen geben wir eine erste Futtergabe, sie wird in der Regel sehr schnell abgenommen. Dann gleich kurz darauf die 1. Ameisensäure-behandlung oder die Thymolbehandlung. Bei der Ameisensäure Behandlung mit dem Langzeitverdunster ist eine zweite Behandlung im September empfohlen, Ameisensäure Stossbehandlungen werden 4 mal wiederholt.
2. Die Winterbehandlung hat zum Ziel, dass möglichst wenig Milben im Volk
verbleiben. Voraussetzung dazu ist die Behandlung bei Brutfreiheit, was in der Regel Anfangs November erreicht wird. Der Kantonstierarzt stellt die Oxalsäureprodukte zur Verfügung.
Zum Verdampfen mit einem (eigenen) Gerät
Zum Versprühen, wobei die Bienen auf jeder Wabe einzeln besprüht werden müssen.
Zum Träufeln, das Träufeln ist einfach und vorm Vorgehen mit der Perizinträufelbehhandlung zu vergleichen.
Euer Bienenzuchtberater Martin Dettli 


Vereins-Generalversammlung vom 4. März 2005 
An der Generalversammlung des Bienenzüchtervereins Laufental konnte der Präsident, Erwin Borer-Gasser, neben den Mitgliedern auch Gäste begrüssen. Die Teilnehmer gedachten des kürzlich verstorbenen Bieneninspektors und Vorstandskollegen, Anton Meury-Hügli, Zwingen. Er hat sich während vieler Jahren für die Bienenzucht und die Imkerei im Laufental eingesetzt. Ferner gedachten sie auch des langjährigen Mitgliedes, Adolf Meury-Bieri, Zwingen.
2004 war ein gutes Honigjahr. Die Vermarktung des Honigs, welche nach strengen Auflagen des Lebensmittelgesetzes erfolgen muss, läuft gut. Der Wunsch zur Ausbildung als Imker war im Frühling so gross, dass der Kurs in zwei Klassen aufgeteilt werden musste. Neue Mitglieder wurden in den Verein aufgenommen. Die enge Zusammenarbeit mit dem benachbarten Thiersteiner Bienenzüchterverein wurde erfolgreich fortgesetzt. Wir trafen uns zu gemeinsamen Hocks und einem eintägigen Ausflug. Das Jahresprogramm 2005 ist genehmigt und wird in der vereinseigenen „Laufentaler Bieneler-Zytig“ sowie im Internet unter www.laufentalerbienen veröffentlicht. Walter Erbsmehl-Meyer, Grellingen ist neu als Beisitzer im Vorstand. Die kurze Präsentation vom Berater, Martin Dettli. über den kleinen Bienenbeutekäfer war sehr interessant. 
Für interessierte Frauen und Männer, welche eigenen Honig ernten wollen und mit der Natur verbunden sind, ist die Bienenzucht das richtige Hobby. Neuimker werden vom Bienenzüchterverein Laufental gerne unterstützt und betreut.

Bestandeskontrolle der Bienenvölker für das Jahr 2005
Wir legen Ihnen hier ein blaues Formular bei, welches auf den Bienenstand gehört. Darin müssen Bestandesveränderungen durch Zukauf, Verkauf oder Verstellen eingetragen werden. In einem Seuchenfall muss anhand dieser Unterlage das Verschleppen der Erreger rekonstruiert werden. Diese Bestandeskontrolle ersetzt die Verkehrsscheine, welche früher beim Bieneninspektor nach einer Kontrolle bezogen werden konnten. Die neue Regelung gilt jetzt schon einige Jahre.  


Abschied von Anton Meury-Hügli, (1942 – 2005), Bieneninspektor
Am Samstag, 15. Januar 2005 nahm eine sehr grosse Trauergemeinde in der Kirche Zwingen Abschied von unserem Vorstandskollegen und Bieneninspektor. Sein Herz hat plötzlich aufgehört zu schlagen. Sein Vater war bereits Bienenzüchter und so hat auch Toni Freude an der Bienenzucht erhalten. Vieles hatte er bei seinem Vater gesehen und von ihm gelernt. Er hat zudem an einem Imkerkurs unseres Vereins teilgenommen. Bald darauf besuchte er den Bieneninspektorenkurs in Bern und trat dem Vorstand unseres Vereins bei. Toni war darin aktiv bis zu seinem plötzlichen Tod. Er hat unseren Vereinsbienenstand gebaut und unserem Verein so ermöglicht, einen neuen Bienenstand zu erhalten. Unzählige Stunden hat der Inhaber einer Zimmerei dafür gratis gearbeitet. Er hat aber auch sonst sehr viel für unseren Verein und die Bienenzucht getan. Wir haben einen lieben, hilfsbereiten Kollegen und Freund verloren. Wir vermissen ihn sehr und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Erwin Borer, Präsident


Vereinsjahr 2004
Schnell ging das Vereinsjahr 2004 vorbei. Es hat uns allen volle Honigwaben gebracht und natürlich einiges an Arbeit. Die Freude an der Honigernte jedoch überwiegt. Unsere Vereinsaktivitäten waren besser besucht als in den Vorjahren. Es freut mich immer auch die Kollegen aus dem Thierstein unter uns zu haben. Einen noch besseren Besuch unserer Mitglieder würde mich freuen und gleichzeitig dazu anspornen, noch mehr für den Verein zu tun. Beim Vereins-Apéro vom 22. August wurde in lockerer Atmosphäre gefachsimpelt. Solche Anlässe müssen wir unbedingt auch in den kommenden Jahren durchführen. Mit grosser Begeisterung folgten die jungen Ferienpass-Teilnehmer den Ausführungen von Meinrad Fluri und Erwin Borer. Die Vereinsreise wurde traditionsgemäss vom Bienenzüchterverein Thierstein organisiert und führte uns ins Museum für Landwirtschaft und Agrartechnik, zum Lehrbienenstand des VDRB sowie in das ehemalige Kloster St. Urban. Es war für mich ein angenehmer Sonntag unter Kolleginnen und Kollegen. Herzlich Dank an Othmar Altermatt für die tadellose Organisation. Drei Vorstandsitzungen haben wir abgehalten und den Verein an der Kant. Delegiertenversammlung sowie an der Delegiertenversammlung des VDRB vertreten. Der Nachwuchs in unserem Verein ist wichtig und so freut es mich, dass sich drei neue Mitglieder beim Verein angemeldet haben. Ein wichtiger Teil ist der zur Zeit laufende Neuimkerkurs. Ich wünsche diesen Personen viel Freude mit ihrem neuen Hobby.Das Angebot unserer Tätigkeiten in Zusammenarbeit mit dem Thiersteiner Bienenzüchterverein wurde unterschiedlich genutzt. Solche Anlässe sind mir jedoch wichtig, sie sollen den Vereinsmitglieder eine Unterstützung bei ihrer Arbeit mit den Bienen sein. An der Generalversammlung werden wir uns darüber unterhalten.ch danke meiner Vorstandskollegin und meinen Vorstandskollegen recht herzlich für die gute und kollegiale Zusammenarbeit.
Euer Erwin Borer
Unser Vereinsbienenstand hat neue Bienenkästen erhalten. Darüber freuen sich nicht nur unser Standbetreuer, Ferdinand Fringeli mit seiner Frau Brigitte, sondern auch die Besucher des Standes beim Vereins-Apéro. Zudem wurden zwei Ferienpass-Kurse durchgeführt. 


Der Berater und Kursleiter berichtet
Die Nachfrage nach unserem angebotenen Grundausbildungskurs war sehr gut, dazu hat sicher auch der Tag der offenen Tür 2003 beigetragen. Der Kurs wurde so voll, dass Pius Borer von den Thiersteinern kurz vor Beginn die Hälfte der Teilnehmer zu einem eigenen Kurs übernehmen konnte. Somit haben wir mit acht Teilnehmern eine optimale Kursgrösse. Wir haben die neun Kursnachmittage abwechselnd auf meinen Ständen, im Vereinsbienenstand und in meiner Werkstatt in Angenstein durchführen können. Fast alle Kursteilnehmer pflegen ihre eigenen Bienen, sie sind entsprechend mit Leidenschaft und Interesse dabei.
Anlässe unter Mitwirkung des Beraters:
Nach Mitte Juni hatten wir traditionell den Varroahock auf dem Chastel bei Karl Borer. Auch wenn nicht jedesmal neue Bekämpfungsmethoden vorgestellt werden können, so ist dies doch immer ein beliebter Anlass. Es ist nicht zuletzt ein wichtiger Zeitpunkt um mal wieder daran zu denken, dass die Varroabehandlung anschliessend an die Honigernte ansteht. Auch können die ersten Beobachtungen zur Situation bei den Varroamilben und die Optimierungsmöglichkeiten bei der Behandlung besprochen werden. Dazu kann man vortrefflich über die vergangene Frühtracht und die mögliche Waldtracht diskutieren. Anfangs November war der Hock mit der Honigkontrolle. Neben den Problemen von Vorschriften und Rückständen konnte dieses Jahr auch auf einen langanhaltenden Nektar- und Honigtaufluss zurückgeblickt werden. Es war eines der besten Honigjahre in letzter Zeit. Martin Dettli
Mitglieder, welche kein Internet nutzen, sind nicht benachteiligt. Alle wichtigen Informationen zu den Vereinsaktivitäten stehen auch in der „Laufentaler Bieneler-Zytig“.


Rückblick auf die Generalversammlung
Die Mitglieder des Bienenzüchtervereins Laufental trafen sich im Rest. Rössli zur alljährlichen Generalversammlung. Der Präsident Erwin Borer konnte neben den Mitgliedern auch Präsidenten befreundeter Bienenzuchtvereine und weitere Gäste begrüssen.
Im Frühling 2003 machte das grosse  Bienensterben Schlagzeilen. Davon betroffen waren auch viele unserer Vereinsmitglieder. Dank ihres grossen Einsatzes konnte die Völkerzahl im Laufe des Sommers wieder aufgestockt werden.
Am Öffentlichkeitstag vom 17. August 2003 unter dem Motto: "Bienen - Kräuter - Hecken" begegneten sich viele naturverbundene Menschen auf der Nenzlinger-Weide, in und um unseren Vereinsbienenstand. In einigen Wochen beginnt ein Neu-Imkerkurs mit 15 Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Nachwuchs bei den Imkern ist dringend nötig. Drei neue Mitglieder konnten an der GV aufgenommen werden, daneben sind 11 Austritte zu verzeichnen; die meisten alters- oder krankheitshalber.  
Der  Kantonalverband hat neue Vereinsstatuten ausgearbeitet. Diese wurden einstimmig angenommen. Nun haben alle 6 Bienenzüchtervereine in den Kantonen Baselland und Basel-Stadt die gleichen Statuten. Einstimmig wurde auch der Ankauf der dringend nötigen 12 neuen Bienenkästen für den Vereinsbienenstand beschlossen.
Imkern ist sicherlich auch alleine möglich. Gedankenaustausch und Zusammenarbeit unter den Imkern wird immer wichtiger. Das Tätigkeitsprogramm sieht daher diverse Hocks, Standbesuche und eine Vereinsreise vor. Im Angebot des regionalen Ferienpasses werden auch Besuche in unserem Vereinsbienenstand in Nenzlingen angeboten. Wir brauchen Nachwuchs. Alle, die sich für die Imkerei interessieren, wenden sich einfach an unseren Verein. Wir informieren und unterstützen gerne. So ist der Beginn eines neuen Hobbys möglich, ohne gleich einen Kurs zu besuchen.
Die Imkerschaft wünscht sich fürs 2004 volle Honigkessel! Mit einigen schönen Dias zum Thema „Bienenfrühling“ wird die GV beendet

Neues Vorstandsmitglied 
An der Generalversammlung wurde Rinaldo Stalder-Hirsch einstimmig als neues Vorstandsmitglied gewählt. Wir gratulieren ihm zu dieser Wahl und danken ihm für die Bereitschaft, im Vorstand mitzuarbeiten.

Selbstkontrolle
Der Schweizerischen Bienenzeitung Nr. 3/2004 sind die Blätter für die Selbstkontrolle beigelegt. Es ist wichtig, dass alle Bienenzüchter die einzelnen Punkte kennen und entsprechend handeln. So ist bei Punkt 2.4 zu lesen: „keine Mittel einsetzen, die zu Rückständen im Honig führen können, z. B. Mottenkugeln“ oder bei Punkt 2.5 e) „Die Angaben auf der Honigetikette müssen die Vorschriften erfüllen (Sachbezeichnung, Name und Adresse des Produzenten oder Abfüllers, Produktionsland, Gewicht, Warenlos oder Abfülldatum)“
Denkt an den Ruf des Schweizer Honigs!